Virtuelle Gedenkstätte erstellen: So geht es Schritt für Schritt
Zuletzt aktualisiert: August 2026
Eine virtuelle Gedenkstätte bewahrt die Erinnerung an einen geliebten Menschen dauerhaft im Internet auf: mit Fotos, Lebensgeschichte und einem Ort, an dem Angehörige und Freunde Anteil nehmen können. Dieser Leitfaden zeigt, wie Sie in wenigen Minuten selbst eine erstellen, was es kostet und worauf Sie achten sollten.
Was ist eine virtuelle Gedenkstätte?
Eine virtuelle Gedenkstätte, auch digitale Gedenkseite genannt, ist eine eigene Internetseite, die einem verstorbenen Menschen gewidmet ist. Sie enthält in der Regel Name und Lebensdaten, eine Fotogalerie, eine Biografie oder einen persönlichen Text sowie oft ein digitales Kondolenzbuch, in dem Besucher eigene Worte hinterlassen können.
Der Zugang erfolgt meist über einen persönlichen Link, den Angehörige teilen, oder über einen QR-Code, der auf dem Grabstein oder einem Erinnerungsobjekt angebracht wird.
Virtuelle Gedenkstätte erstellen: Schritt für Schritt
- Anbieter wählen. Es gibt kostenlose und kostenpflichtige Angebote. Achten Sie darauf, wie lange die Seite online bleibt, ob Serverstandort und Datenschutz in Deutschland liegen und ob eine einmalige Zahlung oder ein Abo verlangt wird.
- Inhalte zusammenstellen. Name, Geburts- und Sterbedatum, ein paar aussagekräftige Fotos und ein kurzer Text zur Person reichen als Grundlage. Sie können die Seite später jederzeit ergänzen.
- Gestaltung anpassen. Viele Anbieter erlauben die Wahl von Farbthema, Hintergrund und einem dezenten Symbol, das zur Persönlichkeit des Verstorbenen passt.
- Sichtbarkeit festlegen. Entscheiden Sie, ob die Seite öffentlich über Suchmaschinen auffindbar sein soll oder nur über den direkten Link beziehungsweise ein Passwort zugänglich ist.
- Veröffentlichen und teilen. Nach der Freischaltung erhalten Sie einen Link, den Sie per Nachricht, Trauerkarte oder als QR-Code weitergeben können.
Was kostet eine virtuelle Gedenkstätte?
Die Preisspanne ist groß. Kostenlose Angebote finanzieren sich häufig über Werbung oder haben eingeschränkte Funktionen und keine feste Laufzeitgarantie. Bezahlte Angebote bewegen sich meist zwischen 30 und 200 € als einmalige Zahlung oder als Abo mit wiederkehrenden Kosten.
Bei Gedankraum kostet das Paket „Erinnerung" mit digitaler Gedenkseite und einem Jahr Laufzeit einmalig 50 €, ohne Abo. Wer zusätzlich eine gravierte Aluminium-Plakette mit QR-Code für den Grabstein möchte, wählt das Paket „Lebenswerk" für 155 € mit zehn Jahren Laufzeit.
Worauf Sie bei der Wahl des Anbieters achten sollten: Wie lange bleibt die Seite garantiert online? Was passiert nach Ablauf der Laufzeit mit den Fotos und Texten? Gibt es eine Kündigungsmöglichkeit, und werden Sie vor Ablauf rechtzeitig informiert?
Öffentlich oder privat?
Eine virtuelle Gedenkstätte muss nicht für jeden im Internet auffindbar sein. Viele Angehörige entscheiden sich bewusst für eine nicht-öffentliche Variante, bei der die Seite von Suchmaschinen ausgeschlossen wird und nur über den direkten Link erreichbar ist. Zusätzlich lässt sich oft ein Passwort einrichten, sodass nur Personen Zugriff erhalten, denen der Link und das Passwort mitgeteilt wurden.
Was gehört auf eine gute Gedenkseite?
- Name und Lebensdaten als zentrale Information
- Eine Auswahl an Fotos, die verschiedene Lebensabschnitte zeigen
- Ein persönlicher Text oder Nachruf, der die Persönlichkeit einfängt
- Ein Kondolenzbuch, in dem Besucher eigene Erinnerungen und Worte hinterlassen können
- Optional: ein Video oder eine Sprachaufnahme, wenn vorhanden
Häufige Fragen
Wie lange bleibt eine virtuelle Gedenkstätte online?
Das hängt vom Anbieter ab. Bei Gedankraum ist im Paket „Erinnerung" ein Jahr, im Paket „Lebenswerk" sind zehn Jahre Laufzeit inklusive. Vor Ablauf erhalten Sie eine E-Mail mit der Möglichkeit zur Verlängerung.
Kann ich die Seite später noch bearbeiten?
Ja. Über einen persönlichen Bearbeitungslink lassen sich Texte, Fotos und Einstellungen jederzeit anpassen, auch nachdem die Seite bereits veröffentlicht wurde.
Ist eine virtuelle Gedenkstätte dasselbe wie ein QR-Code auf dem Grabstein?
Nicht zwingend. Die virtuelle Gedenkstätte ist die eigentliche Internetseite. Ein QR-Code ist lediglich ein Zugangsweg dorthin, etwa über eine Plakette am Grabstein. Man kann eine Gedenkseite auch ganz ohne QR-Code betreiben und den Link stattdessen persönlich teilen.
Können mehrere Personen gemeinsam an der Seite mitwirken?
Das ist je nach Anbieter unterschiedlich geregelt. Häufig verwaltet eine Person die Seite über einen persönlichen Link, während andere Angehörige und Freunde über das Kondolenzbuch eigene Beiträge hinzufügen können.
Virtuelle Gedenkstätte selbst erstellen
In wenigen Minuten gestaltet. Einmalzahlung, kein Abo.
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